Gleich zu Beginn des Prozesses vor dem Amtsgericht Darmstadt hat der Anwalt der Sängerin, Oliver Wallasch, zugegeben, die gegen Benaissa erhobenen Tatvorwürfe seien im Wesentlichen korrekt.

Die 28-Jährige zeigte sich reumütig: "Es tut mir von Herzen leid." Sie habe ihre eigene Verantwortung vernachlässigt, sie habe jedoch niemals die Absicht gehabt, jemanden mit dem HI-Virus zu infizieren. Ihr Partner wusste damals nichts von Benaissas Infektion.

Der Popstar war im April vergangenen Jahres festgenommen worden und saß danach zehn Tage in Untersuchungshaft. Der Prozess, in dem auch die drei anderen No-Angels-Sängerinnen als Zeuginnen aussagen sollen, ist zunächst bis zum 26. August terminiert. Der Mann tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. Er sollte am Montag noch zu Wort kommen.

Der auf fünf Tage terminierte Prozess ist wegen des großen Interesses in einen Saal des Landgerichts verlegt worden. Es gab verschärfte Kontrollen. Ein Ansturm von Fans blieb aber aus.

Benaissa sagte, bei ihr sei 1999 im Zuge einer Schwangerschaft ein Aids-Test gemacht worden. Dabei sei die HIV-Infektion festgestellt worden. "Ich war von dem Ergebnis völlig überrascht." Ihre Eltern seien vom Krankenhaus informiert worden.