Der Rheinische Merkur wird 64 Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung nicht mehr in der bisherigen Form erscheinen. Vielmehr werden Abonnenten der katholischen Wochenzeitung von Januar an eine Sonderausgabe der ZEIT erhalten. Dieser Sonderausgabe wird zusätzlich zur regulären Ausgabe der ZEIT eine Beilage Christ und Welt enthalten.

Am Dienstag hatte die Deutsche Bischofskonferenz mitgeteilt, dass sie eine entsprechende Kooperation mit der ZEIT eingehen werde. Dieser Entschluss sei „wegen eines erheblichen Zuschussvolumens und der gesunkenen Abonnentenzahl“ gefallen. Er bedeute nicht, dass sich die Kirche aus der Publizistik oder dem gesellschaftlichen Diskurs zurückziehen wolle. Vielmehr will man sich auf den Ausbau vorhandener Internet-Angebote konzentrieren, in die Ausbildung des publizistischen Nachwuchses investieren und die Katholische Nachrichtenagentur KNA stärken.

ZEIT Chefredakteur Giovanni di Lorenzo sagte, jetzt gehe es darum, dass die Stimme des Rheinischen Merkur nicht verstumme. „Dafür werden wir alles tun. Wir werden die Unabhängigkeit des Rheinischen Merkur in Ehren halten.“

Ein Teil der Mitarbeiter des Merkurs wird weiterhin in der Redaktion beschäftigt werden, teilte die Bischofskonferenz weiter mit. Für alle anderen wolle man „die sozialen Belange fair berücksichtigen und sich aktiv um neue Arbeitsplätze bemühen.“