Ein Banküberfall in Karlsruhe hat die beiden Täter, einen Mann und eine Frau, das Leben gekostet. Eine Polizistin wurde der Polizei zufolge bei einem Schusswechsel zwischen den Räubern und den Einsatzkräften schwer verletzt.

Laut den Angaben waren die Beamten kurz nach 16.00 Uhr alarmiert worden. Als die Streife bei der Bank eintraf, stürmten die Täter gerade aus dem Gebäude, flüchteten auf die andere Straßenseite und eröffneten mitten auf dem Gehweg sofort das Feuer auf die Beamten. Dabei wurde die Polizistin ins Bein getroffen. Die Beamten erwiderten das Feuer und erschossen die Räuber. 

Wie durch ein Wunder wurde in der belebten Einkaufsstraße kein Passant verletzt. Vor der mit Flatterband abgesperrten Bank versammelten sich kleine Gruppen von Schaulustigen. "Ein Wahnsinn, hier mitten auf der Straße 'rumzuballern", sagte ein Zuschauer.

Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Kriminellen um die schon länger gesuchten "Gentlemen-Räuber" handelt. Die beiden seien aber noch nicht eindeutig identifiziert, sagte ein Sprecher. Das Paar soll innerhalb der vergangenen 15 Jahre etwa 20 Banken in der Region überfallen haben. Dabei erbeuteten sie mehrere hunderttausend Euro. Der Spitzname des gesuchten Kriminellenpaars bezieht sich auf den Umstand, dass sie bislang bei ihren Überfällen vergleichsweise höflich waren.

Komplizen hatten die beiden erschossenen Räuber wohl keine. "Es gibt keine Hinweise auf einen weiteren Täter", sagte ein Polizeisprecher. Der Tatort wurde weiträumig abgesperrt.