Das Winterwetter hält Deutschland im Griff. An Schulen in mehreren Bundesländern ist am Donnerstag der Unterricht ausgefallen . Zuvor hatte der Deutsche Wetterdienst für Teile Deutschlands Unwetterwarnungen herausgegeben und vor starkem Schneefall gewarnt, den das Sturmtief "Petra" im Laufe des Tages bringen sollte.

"In Teilen Niedersachsens bekommen wir stellenweise bis zu 20 Zentimeter Neuschnee", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstagmorgen. Bei Windstärken von bis zu 85 Kilometer pro Stunde in Küstennähe und 65 Kilometer pro Stunde im Binnenland, müsste auch mit Schneeverwehungen gerechnet werden.

Auch für Nordrhein-Westfalen warnte der DWD vor starkem Schneefall und glatten Straßen.

In der Nähe von Magdeburg kam am Donnerstagmorgen eine Autofahrerin bei einem Unfall auf spiegelglatter Straße ums Leben. Ein Geländewagen rammte das Auto der 23-Jährigen, teilte die Polizei mit. Die Beifahrerin der Frau wurde schwer verletzt.


Der ADAC kritisierte den Leichtsinn vieler Autofahrer auf winterlichen Straßen. "Sie fahren zu dicht auf und mit zu hoher Geschwindigkeit. Das ist das Hauptproblem", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer in München. "Wenn die Straße gut gesalzen ist und es mal voran geht, denken die Autofahrer nicht dran, dass sie auch wieder bremsen müssen." Völlig unberechenbar seien die Straßen bei Blitzeis.

In der Nacht zum Donnerstag war es in vielen Regionen knackig kalt. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia zeigte das Thermometer in Haidmühle im Bayerischen Wald bis zu minus 24 Grad. Minus 18 Grad wurden am östlichen Stadtrand Berlins gemessen. Auch von Nordrhein-Westfalen über Hessen bis Thüringen und einige Regionen Bayerns erreichten die Werte vielerorts minus 10 bis minus 15 Grad.



Wegen des Winterwetters werden in einigen Baumärkten bereits jetzt Streusalz, Schneeschieber und Eiskratzer knapp. "In einigen Märkten sind die Regale schon leer", sagte der Sprecher des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte, Stefan Michell. "Die Unternehmen haben nachbestellt und hoffen auf eine zügige Lieferung. Aber es kann teilweise zu Engpässen kommen." Einige Baumärkte hätten im Oktober so viel Salz verkauft, wie in anderen Jahren von Oktober bis Dezember insgesamt.