Das Unglück ereignete sich nahe der Stadt Urmia. Die Ursache blieb zunächst unklar. Auch die genauen Opferzahlen sind bislang unbekannt. Verschiedene Quellen sprachen von zwischen 55 und 74 Toten. Von den bis zu 106 Passagieren an Bord hätten etwa 32 überlebt, zitierte die Agentur Irna einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond. Die Verwaltung der Provinz West-Aserbajdschan gab die Zahl der Toten dagegen mit 55 an, wie die Agentur Isna meldete. Die Rettungskräfte wiederum teilten der Agentur Fars zufolge mit, aus dem Wrack der Maschine seien 50 Verletzte geborgen worden.

Verkehrsminister Ahmad Majodo sagte, die Maschine sei aus der Hauptstadt Teheran gekommen und habe den Flughafen der Stadt Urmia angesteuert. Aus bisher unbekanntem Grund habe sie zehn Minuten vor der geplanten Landung notlanden müssen. In Brand geraten sei das Flugzeug dabei nicht, weswegen es so viele Überlebende gegeben habe. Zudem seien Anwohner sofort zu Hilfe geeilt. Den Rettungskräften zufolge behinderte eine 70 Zentimeter hohe Schneedecke die Rettungsarbeiten.

Die staatliche Fluggesellschaft Iran Air teilte mit, insgesamt seien 106 Menschen an Bord gewesen. In Regierungsberichten war zunächst von 100 bis 105 Menschen die Rede gewesen. Ob auch Ausländer im Flugzeug waren, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Boeing 727 der Iran Air schlug nach ersten Erkenntnissen in einem Tal nahe Urmia auf, der Hauptstadt der Provinz West-Aserbajdschan am Westufer des Urmiasees. Nebel und schlechtes Wetter hätten die Sicht erschwert, hieß es.