Die Muslimin, die mit einer Burka voll verschleiert in der Frankfurter Stadtverwaltung arbeiten wollte, hat ihre Arbeitsstelle gekündigt. Die Stadt Frankfurt teilte am Donnerstag mit: "Das Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich zum 31. Januar 2011 ohne Zahlung einer Abfindung oder sonstigen finanziellen Leistung beendet."

Die Frau mit marokkanischen Wurzeln wollte nach dem Ende ihrer Elternzeit mit Burka an ihren Arbeitsplatz im städtischen Bürgeramt zurückkehren. Um dies zu verhindern, erließ Hessen am Mittwoch als erstes Bundesland ein offizielles Burka-Verbot im Öffentlichen Dienst. Innenminister Boris Rhein begründete dies damit, dass Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes grundsätzlich die Verpflichtung zur religiösen und politischen Neutralität hätten.

Zuvor hatte die vierfache Mutter im Bürgeramt mit einem Kopftuch gearbeitet. Ab 1. Februar wollte die 39-Jährige im Dienst eine Burka tragen. Seither war sie jedoch nicht mehr zum Dienst erschienen.

"Die Mitarbeiterin wollte nicht mehr länger im Interesse der Öffentlichkeit stehen", teilte Planungsdezernent Markus Frank mit. Die Stadt freue sich, dass der Konflikt "durch die jetzt gezeigte Kooperationsbereitschaft" der langjährigen Mitarbeiterin schnell gelöst werden konnte. Die Frau habe die Auflösung ihres Arbeitsvertrags selbst vorgeschlagen.