Ein bewaffneter Mann hat in Rio de Janeiro zwölf Kinder und Jugendliche erschossen. Der 23-jährige Amokläufer tötete in der Schule "Tasso da Silveira" im Stadtteil Realengo im Westen Rios zehn Mädchen und zwei Jungen im Alter von zwölf bis 14 Jahren. Mehr als zwölf Schüler wurden zum Teil schwer verletzt. Anschließend erschoss der Attentäter sich selbst.

Zum Zeitpunkt der Tat waren etwa 400 Schüler im Alter zwischen sieben und 14 Jahren in dem Gebäude. Offenbar wurde er nach dem Amoklauf zunächst von einem Polizisten angeschossen, bevor er seinem Leben mit einem Kopfschuss selbst ein Ende setzte.

"Ich habe mehrere Schüsse gehört. Menschen schrien um Hilfe, verzweifelte Mütter kamen an", sagte eine Anwohnerin. Die Schule im Ortsteil Realengo im Westteil von Rio wurde abgesperrt. Vor dem Gebäude versammelten sich Hunderte Menschen.

Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Täter um einen ehemaligen Schüler. Er habe einen Brief hinterlassen, in dem er seinen Selbstmord ankündige. Zuvor hatte der TV-Sender GloboNews berichtet, bei dem Täter handele es sich um den Vater eines Schülers. Er verschaffte sich offenbar unter dem Vorwand Zutritt zu dem Gebäude, einen Vortrag in der Schule halten zu wollen. Dann eröffnete er in einer Klasse aus zwei Revolvern das Feuer auf die Schüler.