Selbstmordattentäter haben bei einem Anschlag auf einen muslimischen Schrein in Zentralpakistan mindestens 41 Menschen getötet. Mehr als 100 weitere wurden bei den Attentaten verletzt, viele von ihnen schwer.

Polizeisprecher Iftikhar Sahu sagte, zwei Täter hätten sich vor dem Haupteingang eines Mausoleums für einen Sufi-Heiligen in der Nähe der Stadt Dera Ghazi Khan in die Luft gesprengt. Pakistanische Medien berichteten von mindestens drei Explosionen.

Fernsehbilder zeigten zahlreiche Leichen. Einsatzkräfte brachten blutüberströmte Opfer weg. Der Sender Geo TV berichtete, Sicherheitskräften sei es gelungen, einen dritten Selbstmordattentäter zu überwältigen. Zum Zeitpunkt des Angriffs hatten sich mehrere Tausend Muslime in dem überregional bekannten Schrein für einen Sufi-Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert versammelt.

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. In Pakistan werden jedoch immer wieder Anschläge auf Sufi-Schreine und Anhänger des Sufismus verübt. Im vergangenen Oktober sprengte sich ein Mann vor einem Sufi-Heiligtum in die Luft und tötete sechs Menschen. Zuvor gab es ein Attentat auf ein Heiligtum in Lahore, bei dem mehr als 42 Menschen getötet wurden.

Radikale Gruppen wie die Taliban lehnen den Sufismus, eine in Südasien weitverbreitete Auslegung des Islam, und deren Praktiken wie die Verehrung von Heiligen ab.