Ein Großbrand in der Altstadt von Quedlinburg in Sachsen-Anhalt hat mehrere Fachwerkhäuser zerstört. Eines der leer stehenden Gebäude brannte in der Nacht komplett nieder, bei zwei weiteren Häusern gingen die Dachstühle in Flammen auf, teilte die Polizei mit.

Quedlinburg ist wegen der mittelalterlichen Architektur seiner etwa 1000 Fachwerkhäuser und seiner Schlosskirche weltbekannt. Seit 1994 gehört der Ort im Harz zum Unesco-Welterbe. Millionen Fördermittel von Staat und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz fließen jährlich in den Erhalt des Ensembles, das auch Hunderttausende Touristen anzieht.

Am Morgen war der Brand gelöscht, zur Sicherheit standen noch Brandwachen bereit. Die ersten Flammen waren gegen 23.30 Uhr hochgeschlagen, die Feuerwehr schickte 100 Rettungskräfte zum Brandort.

Die Ursache des Feuers ist noch unklar. Die Ermittler könnten erst am Donnerstag mit ihren Untersuchungen beginnen, hieß es. Zwölf Menschen aus angrenzenden Häusern wurden in Sicherheit gebracht, durften jedoch inzwischen wieder in ihre Häuser zurück. Verletzt wurde niemand.

Das Feuer war bereits der dritte Großbrand in der Quedlinburger Altstadt innerhalb von sieben Jahren. Zuletzt waren im Juni 2010 drei Fachwerkhäuser abgebrannt, nachdem die Flammen eines brennenden Sperrmüllhaufens auf sie übergegriffen hatten. Bereits zum Jahreswechsel 2004/2005 hatte ein Feuer mehrere denkmalgeschützte Gebäude beschädigt.