Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Marokkos sind alle 80 Insassen ums Leben gekommen. Nach Angaben der marokkanischen Armee zerschellte die Maschine bei schlechtem Wetter an einem Berg nahe der Stadt Guelmim am Rande der Sahara. Die genaue Unglücksursache wird noch untersucht.

An Bord des Flugzeugs vom Typ Hercules C-130 waren den Angaben zufolge fast nur Soldaten. Zunächst hieß es, drei Insassen hätten das Unglück schwer verletzt überlebt. Nach Angaben von Ärzten starben zwei Verwundete später, die Angaben zu einem angeblichen dritten Verletzten beruhten offenbar auf einem Irrtum bei der Passagierliste.

Die Maschine war von Laâyoune in dem von Marokko besetzten Westsahara auf dem Weg nach Agadir. Das Flugzeug sei zu Truppentransporten eingesetzt, aber auch zum Transport der Familien der Soldaten verwendet worden, erklärte das Innenministerium. Marokkos König Mohammed VI. sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus.

Der Absturz ist das bislang schwerste Unglück eines Armeeflugzeuges in Marokko. Im Dezember 2001 war ein zweimotoriges Militärflugzeug mit mindestens fünf Menschen an Bord im Süden Marokkos spurlos verschwunden.