Die ehemalige First Lady Betty Ford ist am Freitagabend im Alter von 93 Jahren im Kreise ihrer Familie gestorben.

US-Präsident Barack Obama sagte: "Als First Lady unseres Landes war sie eine starke Verfechterin der Frauenrechte und der Gesundheit von Frauen." Ford habe dazu beigetragen, das gesellschaftliche Stigma rund um die Drogenabhängigkeit zu reduzieren und Tausende Menschen inspiriert, Hilfe zu suchen, sagte Obama. Nancy Reagan, selbst eine frühere First Lady, sagte, sie sei "zutiefst betrübt" über den Tod Fords.

Bettty Ford war unter anderem durch die nach ihr benannte Betty-Ford-Klinik in Kalifornien bekannt, in der bisher mehr als 90.000 Menschen wegen Drogenproblemen behandelt wurden, darunter zahlreiche Prominente. Ford war selbst tabletten- und alkoholabhängig gewesen. Darüber sprach sie ebenso offen wie über ihre Brustkrebserkrankung.

Zudem war Ford auch bekannt für ihre klaren politischen Vorstellungen, die häufig von denen der Republikanischen Partei ihres Ehemannes abwichen. Dafür bedachte sie das Magazin Time mit dem Titel "die kämpfende First Lady".

So setzte sich Betty Ford während der Präsidentschaft ihres Gatten massiv für die Gleichberechtigung der Frauen ein.


Ihr Mann Gerald Ford starb bereits im Dezember 2006. Ford war 1974 US-Präsident geworden, nachdem Richard Nixon wegen des Watergate-Skandals  zurücktreten musste.