Der geständige mutmaßliche Attentäter von Oslo, Anders Behring Breivik, muss für acht Wochen in Untersuchungshaft. Das entschied ein Osloer Gericht nach dem Haftprüfungstermin. Es ordnete zudem eine vierwöchige Isolationshaft an. Der 32-jährige Beschuldigte dürfe weder Zeitungen noch Briefe erhalten und auch keine Besucher empfangen, erklärte der Richter Kim Heger des Osloer Gerichtes.

Diese Maßnahmen werden auch damit begründet, dass Breivik in der Anhörung auf die Existenz von zwei oder drei weiteren Zellen in seiner Organisation hingewiesen habe. Durch das Kommunikationsverbot soll er daran gehindert werden mit diesen in Kontakt zu treten und mögliche Beweise zu vernichten.

Der Mann habe den Bombenanschlag und die Schüsse auf Jugendliche zugegeben. Für schuldig habe er sich jedoch nicht erklärt. Es sei hinreichend erwiesen, dass der Beschuldigte mit Terror-Vorsatz gehandelt habe. Der Mann habe ausgesagt, er habe Westeuropa vor einer Übernahme durch Moslems schützen wollen. Ziel des Angriffes sei es gewesen, ein starkes Signal an das Volk zu senden.

Der erste Haftprüfungstermin nach den Anschlägen in Norwegen mit mindestens 93 Toten dauerte gerade einmal 35 Minuten. Die Anhörung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Das entschied der zuständige Richter kurz vor der Eröffnung der Verhandlung im Osloer Stadtgericht.

Breivik hat bei Polizeiverhören ausdrücklich Öffentlichkeit für den Hafttermin gewünscht, um die Motive für beide Anschläge zu erklären. Es galt als sicher, dass Heger die von der Polizei gewünschten acht Wochen Untersuchungshaft verhängen wird.