Starker Regen hat den Pegel mehrerer Flüsse in Ostsachsen stark steigen lassen. Für die Spree im Landkreis Bautzen sowie am Schwarzen Schöps im Kreis Görlitz galt am Morgen die zweithöchste Hochwasseralarmstufe 3, wie das Landesamt für Umwelt und Geologie mitteilte.

In der Lausitzer Neiße in Zittau sank der Pegelstand am Morgen hingegen. Die Alarmstufe wurde auf 2 herabgesetzt. Seit Mittwoch gelten Hochwasserwarnungen für die Schwarze Elster sowie Nebenflüsse der oberen Elbe und Mulde.

Bis zum Vormittag hatte der Regen laut Polizei mehrere Straßen in Bautzen überflutet. Einige Keller wurden leer gepumpt, vereinzelt Bäume vom Sturm entwurzelt, sagte ein Sprecher der Polizei in Görlitz.

Auch hinter der Grenze zu Tschechien gab es Dauerregen. In der Region Pilsen brachten Einsatzkräfte der Feuerwehr wegen des gefährlich hohen Pegelstands 75 Kinder aus einem Ferienlager an einem Fluss in Sicherheit.

Das Landesamt für Umwelt und Geologie geht nicht davon aus, dass sich die Lage bald entspannen wird. "Wenn weiter so viel Regen fällt, dann müssen wir davon ausgehen, dass für weitere Flüsse die Alarmstufe 3 ausgerufen werden muss", sagte eine Sprecherin. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor extremen Unwettern in den betroffenen Landkreisen Bautzen und Görlitz, wo es vermutlich noch bis zum frühen Freitagmorgen sehr starken Dauerregen geben werde. In Boxberg und im Landkreis Bautzen seien stellenweise schon mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen.