Die schweren Buschbrände in Texas machen den Rettungskräften weiter zu schaffen. Rund 50 Kilometer vor der Hauptstaat Austin steht ein riesiges Waldgebiet in Flammen. Allein dieses Feuer in Bastrop County hat inzwischen 121 Quadratkilometer Gras- und Buschland vernichtet, fast 700 Häuser sind dort verbrannt. Immerhin ein Drittel des Brandes sei aber mittlerweile unter Kontrolle, berichten örtliche Medien.

Rund 5.000 Bewohner sind bereits aus der Region geflohen. "Wir sind im Belagerungszustand", sagte eine Sprecherin der texanischen Forstbehörde. "Alle warten hier auf den Regen." Erneut haben die Rettungsmannschaften zwei Leichen geborgen. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer seit dem vergangenen Wochenende auf vier erhöht.

Spezialeinheit des Katastrophenschutzes soll helfen

Nach Behördenangaben soll nun eine texanische Eliteeinheit des Katastrophenschutzes die Feuerwehrkräfte unterstützen. Die Texas Task Force 1 werde die Lösch- und Rettungsarbeiten im Bezirk Bastrop unterstützen, teilte das Büro von Gouverneur Rick Perry mit. Zunächst sollen rund 100 Rettungskräfte der Eliteeinheit die Buschbrände bekämpfen. Die Texas Task Force 1 besteht aus insgesamt rund 600 Rettungskräften und war etwa nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in New York und nach dem Hurrikan "Katrina" 2005 in New Orleans im Einsatz.

Insgesamt kämpfen rund 2.000 Feuerwehrleute in verschiedenen Teilen des ausgedörrten US-Staates gegen die Brände. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz. Wie die New York Times schreibt, arbeiten die Mannschaften am Rande der Erschöpfung. Innerhalb einer Woche mussten sie 181 Brände bekämpfen.

Im Zentrum von Texas herrscht seit Monaten extreme Trockenheit, was die Löscharbeiten erschwert. Am Wochenende hatten die Winde des Tropensturms "Lee" dafür gesorgt, dass sich die Brände im leicht entzündlichen Buschland rasend schnell ausbreiten konnten. Für die kommenden Tage werden aber abnehmende Winde und kühlere Temperaturen erwartet.