Knapp sieben Wochen nach ihrer Festnahme sind zwei in Berlin unter Terrorverdacht inhaftierte Männer aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Einen entsprechenden Bericht von Spiegel Online bestätigte ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Dem Bericht zufolge konnte das Kammergericht Berlin keinen dringenden Tatverdacht gegen den Deutsch-Libanesen und den Palästinenser erkennen. Die Richter argumentierten, dass die Polizei die Männer zu früh festgenommen habe. So würden Beweise fehlen, um einen dringenden Tatverdacht zu erhärten.

Die in Berlin wohnhaften Männer waren am 8. September wegen des Verdachts der Planung einer schweren staatsgefährdenden Straftat festgenommen worden. Den früheren Behördenangaben zufolge sollen sie angeblich versucht haben, große Mengen Chemikalien zu bestellen, mit denen Sprengsätze gebaut werden können. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne gab es aber nicht.

Die Männer waren Medienberichten zufolge ins Visier der Ermittler geraten, nachdem sie bei Firmen eine verdächtig große Menge an Kühl-Pads bestellt hatten. Das darin enthaltene Gel sei in Verbindung mit einer bestimmten Säure hochexplosiv, hieß es.