Die frühere französische Präsidentengattin Danielle Mitterrand ist tot. Die Witwe des französischen Staatspräsidenten François Mitterrand sei im Pariser Krankenhaus Georges Pompidou gestorben, verlautete aus dem Umfeld Mitterrands und von politischen Vertretern in Frankreich. Sie wurde 87 Jahre alt.

Mitterrand war am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden. Als "müde" und "zerbrechlich" beschrieben ihr nahestehende Menschen sie zum Schluss. Bereits im September musste sie wegen Atemnot behandelt werden.

Danielle Mitterrand war von 1944 bis zu seinem Tod 1996 mit François Mitterrand verheiratet, der von 1981 bis 1995 Staatschef war. Sie galt als äußerst eigenständige First Lady und erarbeite sich einen Ruf als Frau für heikle Einsätze, die dem Ansehen Frankreichs als Hort der Menschenrechte dienten, aber nicht in den Rahmen der offiziellen Politik passten. Als Instrument gründete sie 1986 dazu die Menschenrechtsstiftung France Libertés. Auch nach dem Tod ihres Mannes setzte sie sich für Flüchtlinge und Minderheiten ein. Zuletzt hatte sie vor einem Monat an der Feier zum 25. Gründungsjubiläum der Stiftung teilgenommen.

Die Worte der ehemaligen Première Dame, die noch am Montag auf der Internetseite ihrer Stiftung zu lesen waren, klangen wie ihr Vermächtnis: "Das Leben wollte, dass ich einen langen Weg in der Zeit gehe. (...) Ich hatte das Glück zu sehen, dass sich Dinge ändern, wir haben sogar manche unserer Kämpfe gewonnen. Aber ein zu großer Teil der Menschheit bleibt an den Rand gedrängt."