Russische Soldaten haben den Brand eines Atom-U-Boots im Nordwesten des Landes vollständig gelöscht.

Am Mittag waren Teile der Besatzung noch an Bord und kontrollierten Temperatur und Kohlenstoffdioxid-Werte im Inneren des auf einem Dock liegenden U-Boots, zitierte die Nachrichtenagentur Itar-Tass einen Sprecher des Verteidigungsministeriums. Nach offiziellen Angaben ist keine Radioaktivität ausgetreten. Die Strahlenwerte in der Ortschaft Roslijakowo seien normal, es bestehe "keine Gefahr für die Bevölkerung". Bei den Löscharbeiten erlitten mindestens neun Menschen eine Rauchvergiftung. 

Der Brand war am Vorabend an einem Holzgerüst im Roslijakowo-Dock in der Region Murmansk ausgebrochen. Das Feuer griff dann auf auf die äußere Hülle des 11.740 Tonnen schweren U-Boots Jekaterinburg über, das sich dort wegen Reparaturarbeiten befand. Zeitweise sah es so aus, als könnten die Flammen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Laut Behörden gab es jedoch keine Gefahr, dass sich das Feuer auf das Innere des Schiffes ausbreitete. Außerdem sei der Atomantrieb abgeschaltet, alle Atomwaffen und konventionellen Raketen seien bereits vor der Reparatur entfernt worden.

Elf Feuerwehrbrigaden und ein Löschboot waren im Einsatz, um die Flammen einzudämmen. Der Fernsehsender TV-21 berichtete, ein Spezialhubschrauber habe tonnenweise Wasser auf das U-Boot geschüttet. "Ich habe etwa zehn Meter hohe Flammen gesehen", sagte ein Augenzeuge dem Fernsehsender.

Die Jekaterinburg ist seit 1985 im Einsatz. Sie gehört der Delta-IV-Klasse an und kann russischen Medienberichten zufolge bis zu 16 Interkontinental-Raketen mit sich führen.