In Bulgarien ist es nach schweren Regenfällen und Schneestürmen zu weiteren Überschwemmungen gekommen.

Betroffen war vor allem die Kleinstadt Swilengrad im Südosten des Landes, wo ein Stadtteil unter Wasser stand. Das Wasser in der 18.000 Einwohnerstadt war bis zu 1,20 Meter tief, berichteten Medien. 90 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Die Rettungsarbeiten wurden durch Schneestürme erschwert.

Mindestens acht Menschen waren am Montag in der Wasserflut in der südbulgarischen Region Haskowo ertrunken. Zwei Menschen wurden am Dienstag noch vermisst. Heftige Regenfälle hatten elf Stauseen überlaufen lassen. In den südbulgarischen Regionen Kardschali und Haskowo wurde der Notstand ausgerufen.

Wegen der Überschwemmungen hat Bulgarien den wichtigsten Grenzübergang zur Türkei geschlossen. Die internationale Fernstraße E-80 wurde unmittelbar vor der türkischen Grenze bei Kapitan Andreewo von einem über die Ufer getretenen Fluss überflutet. Der gesamte Verkehr wurde zum kleineren Grenzpunkt Lessowo umgeleitet. Der Verkehr brach in weiten Teilen des Landes zusammen.