Ein Linienflugzeug mit 122 Menschen an Bord ist am Freitag auf einem Flug in die pakistanische Hauptstadt Islamabad abgestürzt. Die Zivilflugbehörde teilte mit, an Bord der Maschine der Bhoja Airline seien 111 erwachsene Passagiere, 5 Kinder und 6 Besatzungsmitglieder gewesen. Anfangs war von 127 und 131 Menschen die Rede gewesen.

Laut dem pakistanischen Verteidigungsministerium starben die 118 Passagiere, auch für die Besatzung gab es keine Überlebenschance. Zudem tötete das Flugzeug beim Aufprall einige Bewohner eines Dorfes.

Als die Boeing 727 nur wenige Kilometer entfernt von der Rollbahn in Islamabad niederging, war dort schlechtes Wetter. Ein Vertreter der Luftfahrtbehörde vermutete, das Flugzeug könnte durch einen Blitz Feuer gefangen haben. Am Absturzort brannten die Trümmer.

Losgeflogen war die Maschine um 17 Uhr Ortszeit in Karatschi. Zehn Minuten vor der Landung verlor die Flugsicherung den Kontakt.

Rettungstruppen eilten zur Unglücksstelle, Brandbekämpfer waren im Einsatz. Die Krankenhäuser in der Umgebung waren in Alarmbereitschaft versetzt.

Erst im Juli 2010 war auf derselben Strecke ein Airbus 321 abgestürzt. Durch den Aufprall in den Bergen vor Islamabad kurz vor der Landung starben damals 152 Menschen.