In der ostkenianischen Kleinstadt Garissa sind bei Terroranschlägen auf zwei Kirchen mindestens 16 Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt worden. Laut der Polizei drangen mehrere Angreifer während der Morgengottesdienste in die Kirchen ein, warfen Granaten und schossen in die Menge. Anschließend entkamen sie unerkannt. Unter den Opfern befänden sich auch zwei Polizisten.

Hinter dem Attentat werden radikale Islamisten vermutet. Der oberste Rat der Muslime in Kenia verurteilte die Anschläge wenige Stunden nach den Angriffen.

Garissa liegt etwa 120 Kilometer von der Grenze zu Somalia. Bei ähnlichen Angriffen war die islamistische Al-Shabaab-Miliz verdächtigt worden, die weite Teile des Zentrums und Südens von Somalia kontrolliert. In der Grenzregion kommt es vermehrt zu Schießereien und Bomben- und Granatangriffen seitdem Kenia im vergangenen Oktober eine Interventionstruppe zum Kampf gegen die Al-Shabaab-Miliz in den Süden Somalias entsandt hat.

Erst vor zwei Tagen hatten Unbekannte vier ausländische Hilfskräfte, die in dem rund 80 Kilometer nordöstlich von Garissa gelegenen Flüchtlingslager Dadaab arbeiteten, entführt und ihren kenianischen Fahrer getötet . Am Sonntag wurde die Suche nach den zwei Frauen und zwei Männern aus Norwegen , Kanada , Pakistan und den Philippinen fortgesetzt. Es wurde jedoch befürchtet, dass die Entführer mit ihren Geiseln nach Somalia entkommen sind.