Zwei von Frankfurt geplante Transatlantikflüge sind aus Sicherheitsgründen nicht in Richtung USA gestartet. Es bestand der dringende Verdacht, dass in den Maschinen Sprengsätze versteckt sind. Die Bundespolizei untersuchte die beiden Maschinen, Passagiere und das Gepäck und gab Entwarnung. Eine Gefahr für den Luftverkehr habe nicht bestanden, sagte ein Sprecher der Behörde in Potsdam .

Auf der Bordtoilette einer Maschine der Fluggesellschaft US Airways auf dem Weg nach Philadelphia wurde ein unbekanntes weißes Pulver entdeckt. Der Kapitän brach daraufhin den Start ab und forderte die Passagiere auf, das Flugzeug zu verlassen, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Fraport-Sicherheitsdienst habe parallel Polizei und Feuerwehr verständigt. Die Feuerwehr habe aber schon bald erkannt, dass das Pulver Traubenzucker war. Der Flug sollte nachgeholt werden, sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft.

Ein zweites Flugzeug der Gesellschaft United Airways Richtung Newark bei New York war wegen einer beschädigten Toilette auf dem Weg zum Rollfeld gestoppt und die Maschine geräumt worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Frankfurt. Der Kapitän haben den Start gegen 9.30 Uhr abgebrochen, hieß es bei der Bundespolizei. Ein Passagier habe sich nach Einschätzung der neunköpfigen Besatzung verdächtig verhalten und möglicherweise einen gefährlichen Gegenstand an Bord geschmuggelt. Die Fraport-Sicherheitsleitstelle habe daraufhin die Bundespolizei informiert.

Die Maschine mit 172 Passagieren und neun Crew-Mitgliedern an Bord wurde anschließend geräumt. Es sei aber nichts Verdächtiges gefunden worden, hieß es. Zwei Männer, ein Saudi und ein US-Bürger, wurden überprüft. Ihnen wurde jedoch nichts nachgewiesen. Der Flug wurde vom Luftfahrtunternehmen gestrichen, die Passagiere wurden umgebucht oder vorübergehend in Hotels untergebracht.