Die bei Bauarbeiten gefundene Fliegerbombe im Münchener Stadtteil Schwabing ist gesprengt worden . Die 250 Kilogramm schwere Bombe wurde von einem Sprengkommando gegen 21.53 Uhr mit angebrachtem Sprengstoff unschädlich gemacht. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es keine Verletzten. Wie viele Gebäude gebrannt hätten und wie hoch der Schaden sei, könne zunächst nicht abgeschätzt werden.

Wie der Einsatzleiter Diethard Posorski mitteilte, wurden Häuser in der direkten Umgebung beschädigt. Es seien fast alle Fensterscheiben in der näheren Umgebung zu Bruch gegangen. Größere Schäden an den benachbarten Häusern seien jedoch nicht zu erkennen. Die direkt an der Fundstelle gelegenen Häuser sollten nun noch von Experten untersucht werden, ehe die Bewohner zurückkehren können.

Die Feuerwehr musste nach der Explosion mehrere kleine Brände löschen. Ein Feuerwehrsprecher sagte, dass das Stroh, das in der Umgebung aufgebaut wurde, um den Druck bei der Detonation zu verringern, in Flammen aufging und durch die Gegend geschleudert wurde.

Bilder der Bombensprengung: Klicken Sie auf das Bild!© Johannes Grimm/dpa

Die brennenden Strohballen landeten teilweise auf den Dächern der Nachbarhäuser. Die Brände hätten anfangs dramatisch ausgesehen, sich aber als weniger schwerwiegend herausgestellt, hieß es. Augenzeugen hatten berichtet , dass mehrere Dachstühle in Flammen stünden.

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude hat den Geschädigten finanzielle Unterstützung zugesagt. "Selbstverständlich bekommen die Betroffenen Schadensersatz", sagte er. Bei der Stadt München prüfe die Rechtsabteilung, wer für die Schäden aufkommen müsse. Ude nannte dies eine schwierige Rechtsfrage, die wahrscheinlich noch gutachterlich zu klären sein werde.

Entschärfungsversuche waren zuvor gescheitert

Ursprünglich sollte die 250 Kilogramm schwere Bombe bereits am Abend des Montags entschärft werden, dies war aber nicht möglich. Als die Experten erkannten, dass die Bombe extrem gefährlich ist und jederzeit hochgehen könnte, lief noch in der Nacht eine große Evakuierungsaktion in einem Radius von 300 Metern an. Rund 2.500 Menschen mussten bei Bekannten oder in Notunterkünften übernachten.