Die US-Bundespolizei FBI hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf das Gebäude der US-Zentralbank Fed in New York verhindert. Ein 21-Jähriger Mann aus Bangladesch habe das Gebäude der Notenbank nahe der Südspitze Manhattans mit einer etwa 450 Kilogramm schweren Autobombe in die Luft sprengen wollen, teilte das US-Justizministerium mit. Gefahr für die Bevölkerung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Der Plan sei im Vorfeld bekannt gewesen. Der Verdächtige habe von einem verdeckten Ermittler nicht funktionstüchtigen Sprengstoff erhalten.

Der Verdächtige soll angegeben haben, mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida in Verbindung zu stehen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es aber keine Hinweise darauf, dass er von der Terrorgruppe ausgebildet worden sei oder Anweisungen erhalten habe.

Der Mann soll bereits im Januar mit dem Ziel in die USA gereist sein, dort einen Anschlag zu verüben. Im Juli habe er einen Informanten kontaktiert und ihm von seiner Absicht erzählt, eine Terrorzelle zu gründen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Mann wollte "Amerika zerstören"

Nach Behördenangaben soll der Verdächtige auch die New Yorker Börse NYSE als Anschlagsziel erwogen haben. In einem Schreiben, in dem er die Verantwortung für den geplanten Anschlag übernahm, habe er angegeben, er wolle " Amerika zerstören".

Nach dem versuchten Anschlag müsse der Verdächtige mit "schwerwiegenden Konsequenzen" rechnen, sagte ein Sprecher des New Yorker FBI-Büros. Der 21-Jährige soll wegen des versuchten Einsatzes einer Massenvernichtungswaffe und Unterstützung von Al-Kaida angeklagt werden. Ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

Die New Yorker Notenbank ist eine von zwölf Filialen der US-Notenbank und gilt als eines der am strengsten bewachten Gebäude in der Stadt. Sie lagert unter anderem Gold für ausländische Zentralbanken, Regierungen und Institutionen.