Bei einem Busunfall in der Nähe der chinesischen Hauptstadt Peking sind möglicherweise fünf Deutsche und ein Einheimischer getötet worden. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, fuhr der Reisebus auf dem Weg von Peking nach Shanghai auf einen Container-Lastwagen auf und brannte völlig aus. Dabei wurden 14 weitere Menschen verletzt.

Die exakte Zahl der deutschen Todesopfer war auch Stunden nach dem Unfall noch unklar. Xinhua zufolge starb außer fünf Deutschen auch der chinesische Busfahrer. Mitarbeiter der Deutschen Botschaft in Peking, die den Verunglückten zu Hilfe eilten, sprachen ebenfalls von wahrscheinlich fünf getöteten Deutschen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte zunächst den Tod von mindestens vier Deutschen.

Chinesische Medien berichteten, dass insgesamt 14 Verletzte im Wuqing-Volkskrankenhaus in Tianjin behandelt würden, zwölf von ihnen seien Deutsche. Drei Verunglückte seien schwer verletzt. Deutsche Diplomaten sagten, die Verletzten seien auf drei Krankenhäuser verteilt worden. Nach Informationen des ZDF stammt die deutsche Reisegruppe aus Bayern . Die Deutsche Botschaft Peking hat bestätigt, dass die deutschen Toten zu einer Ärztegruppe aus Bayern gehörten. Die Botschaft teilte mit, Behördenmitarbeiter seien unterwegs nach Tianjin, um mehr Informationen zu bekommen und zu helfen.

Zunächst hatte es unter Berufung auf die Polizei geheißen, es habe sich um eine Reisegruppe des in Peking ansässigen Veranstalters China Youth Travel Service gehandelt.

Das Unglück ereignete sich am Nationalfeiertag, dem 1. Oktober. Mit ihm beginnt in der Volksrepublik die "Goldene Woche" - eine Woche Ferien, während der Millionen Menschen unterwegs sind, um ins Grüne oder in die Heimatorte zur Familie zu fahren.