Der frühere Chef der rechtsextremen NPD, Udo Voigt , ist wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten verurteilt werden. Das Berliner Landgericht verhängte gegen den 60-Jährigen zudem eine Geldbuße von 1.000 Euro.

Voigt hatte nach Ansicht des Gerichts am 25. März 2010 in einer Rede in der Bezirksverordnetenversammlung von Treptow-Köpenick die Waffen-SS verherrlicht. Die Rede zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus hatte große Empörung ausgelöst. Ein Linken-Politiker erstattete Anzeige. Voigt wies die Vorwürfe zurück.

"Es sollte eine gezielte Provokation sein", sagte Richter Thomas Seifert. Nach Angaben des Gerichts hat Voigt seine Partei auf billige Art und Weise bekannt machen wollen.

Die Richter sprachen den ehemaligen NPD-Chef zudem gemeinsam mit dem früheren NPD-Landschef Uwe Meenen schuldig, zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011 einen ausländerfeindlichen Werbespot verbreitet zu haben. Gegen Meenen verhängte das Gericht eine achtmonatige Bewährungsstrafe. Zudem müssen beide NPD-Männer jeweils 1.000 Euro Geldbuße zahlen.