An den US-Aktienmärkten wird zum Wochenauftakt wegen des Hurrikans Sandy nicht gehandelt. Um die Sicherheit der Händler und Angestellten nicht zu gefährden, bleiben die Handelsplätze in den Vereinigten Staaten geschlossen. Dies ordnete die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC in New York an.

Damit gibt es am Montag keinen Handel an den bekanntesten Börsen der Welt, der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq. Ob am Dienstag wieder gehandelt werden könne, stehe noch nicht fest. Zunächst hatte es geheißen, nur der Parketthandel falle aus.

Auch das Hauptquartier der Vereinten Nationen bleibt am Montag geschlossen. Alle Termine seien gestrichen worden, teilte die Organisation mit. Sollte es das Wetter erfordern, werde die Schließung auch auf den Dienstag ausgedehnt.

Der öffentliche Verkehr in der US-Metropole steht bereits weitgehend still: Für die Busse, U-Bahnen und Vorortzüge wurde ein Fahrverbot verhängt. Airlines in den USA haben bereits über 3.000 Flüge gestrichen – rund 2.500 davon für Montag. Hauptsächlich betroffen ist der New Yorker Flughafen Newark , gefolgt von den Airports Washington Dulles und Philadelphia . Die Fluggesellschaften United Airlines und Singapore Airlines sagten für Sonntag und Montag fünf Verbindungen ab Frankfurt nach Washington und New York ab.

50 Millionen Menschen betroffen

375.000 Menschen aus tiefer gelegenen Gebieten werden seit Sonntag von den Behörden in Sicherheit gebracht. Auch in den Bundesstaaten New Jersey und Delaware , wo das Zentrum des Sturms auf Land treffen sollte, ordneten die Behörden Evakuierungen an. Washington und Philadelphia stellten den öffentlichen Nahverkehr ein.

Der Hurrikan soll die Küste am Abend erreichen. Mehr als 1.100 Kilometer lang ist der Küstenstreifen von Maine bis nach South Carolina , der die Auswirkungen von Sandy spüren könnte. Im Gefahrengebiet im Nordosten der USA wohnen etwa 50 Millionen Menschen. Der Hurrikan, durch den in den vergangenen Tagen auf seinem Weg durch die Karibik 66 Menschen ums Leben gekommen waren , sollte sich nach Angaben von Wetterexperten mit einer Kaltfront zu einem besonders schweren Unwetter vereinigen.