Der Mann, der den Landrat im niedersächsischen Hameln erschoss, hatte nach Angaben der Polizei jahrelang Streit mit der Behörde des Landkreises Hameln-Pyrmont. Dabei ging es um Waffenbesitz. Seinen Waffenschein hatte das zuständige Amt dem 74-Jährigen 1988 abgenommen. 2009 war der als Waffennarr beschriebene Mann wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verurteilt worden.    

Am Vormittag drang er in das Dienstzimmer des Landrates vor. Der Mann feuerte aus einem Revolver mehrere Schüsse auf den 63-jährigen SPD-Politiker ab. Anschließend tötete er sich selbst. Der Politiker starb noch am Tatort. 

Der Streit mit dem Amt könnte ein Hinweis auf das Motiv des Täters sein.

Der Getötete war seit August 2005 Landrat. Zuvor leitete er vier Jahre lang das niedersächsische Landeskriminalamt. Seine berufliche Laufbahn hatte er als Polizist in Braunschweig begonnen, später arbeitete er unter anderem im Innenministerium. 

Der im niedersächsischen Lüthorst geborene Politiker war 63-Jahre alt, verheiratet. Er hatte zwei Kinder und fünf Enkelkinder.  

1986 war er in die SPD eingetreten. In den 1990er Jahren war er in unterschiedlichen Positionen als Kommunalpolitiker in seinem Wohnort Negenborn tätig.