Nach den Anschlägen beim Bostoner Marathon standen die Läufe in Hamburg und London im Zeichen des Gedenkens. Beim Hamburg-Marathon starteten am Sonntagmorgen rund 15.000 Einzelläufer und 1.500 Staffeln, vor dem Rennen gedachten sie der Toten und Verletzten mit einer Schweigeminute. Die Läufer trugen gelb-grüne Armbänder mit der Aufschrift Run for Boston (Laufen für Boston ).

Auch vor dem Start des Londoner Marathons legten die Teilnehmer eine 30 Sekunden lange Schweigephase ein. Viele Läufer trugen schwarze Armbinden. Hunderte zusätzliche Polizisten sicherten die Strecke ab, die quer durch die britische Hauptstadt und an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Scotland Yard hatte die Zahl der Beamten um 40 Prozent erhöht, nannte aber keine genauen Zahlen.

Im Umfeld des Hamburg-Marathons untersuchte die Polizei am Sonntag einen verdächtigen Gegenstand in einem U-Bahnhof. Es handelte sich aber um einen harmlosen Karton, wie die Untersuchung ergab. Wegen des Fundes war die U-Bahn-Linie 3 unterbrochen worden, die auch am Hafen und am Rathaus entlangführt.

Die Sicherheitsvorkehrungen waren nicht verschärft worden. Rund 400 Beamte sind in Hamburg im Einsatz, um Strecke und Verkehr zu überwachen. "Es ist der Lage angepasst", sagte Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann.