Joachim Hög war der erste, der seine Speichelprobe freiwillig abgegeben hat. Seine Hoffnung, dass der Täter gefunden wird, ist aber nur noch klein, sagt er.  Der Unfall hat ihn geprägt: Wenn er sich jetzt auf sein Motorrad setzt, dann hört er genau in sich hinein: "Wenn ich in den ersten fünf Minuten merke, es läuft nicht, dann stelle ich die Maschine sofort zurück in die Garage."

Seitdem Josef D. 2011 starb, wurden keine Ölflecke mehr gesehen. Hat der Täter Angst bekommen? "Darauf wollen wir uns nicht verlassen", sagt ein Polizeisprecher. Die Beamten hoffen weiterhin auf Hinweise aus der Bevölkerung.

In der schattigen Kurve bei Markt Rettenbach deutet beim Durchfahren nichts mehr auf den Anschlag von vor zwei Jahren hin. Man muss schon anhalten und durch einige Bäume spähen, dann sieht man ein Holzkreuz. Darauf stehen die Worte "Einer von uns" und "Unfriede dem Täter".