Eine beispiellose Serie von mehr als 700 Anschlägen auf Lastwagen auf deutschen Autobahnen ist vermutlich aufgeklärt: Ein Tatverdächtiger sei am Sonntag festgenommen und zur Vernehmung nach Würzburg gebracht worden, sagte Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder.

Der in der Eifel-Gemeinde Kall in Nordrhein-Westfalen festgenommene Mann soll gestanden haben, seit 2008 mit Gewehren auf Lkw, vor allem Autotransporter, geschossen zu haben. 2009 wurde eine Autofahrerin auf der A3 bei Würzburg am Hals getroffen und schwer verletzt.

Der 57 Jahre alte Tatverdächtige sei als Berufskraftfahrer für eine Spedition tätig, teilte das Bundeskriminalamt mit. Inzwischen sitze der Mann in Untersuchungshaft. Bei der Festnahme des Mannes seien auch Waffen gefunden worden.

"Ein wichtiger Fahndungserfolg"

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigte sich erleichtert über die Festnahme des mutmaßlichen Täters. "Das ist für uns ein wichtiger Fahndungserfolg", sagte Herrmann. Die bayerische Polizei habe die Sonderkommission des Bundeskriminalamts bei den schwierigen Ermittlungen unterstützt. Allein in Bayern wurden nach Angaben des Innenministers 147 Anschläge registriert.