Fünf Angestellte des Kreuzfahrtunternehmens Costa Crociere sind im Zusammenhang mit der Havarie der Costa Concordia wegen Totschlags verurteilt worden. Das teilte das zuständige Gericht in der italienischen Stadt Grosseto mit.

Gegen den Krisenkoordinator von Costa Crociere wurde die längste Haftstrafe verhängt, er muss für zwei Jahre und zehn Monate ins Gefängnis. Der Hoteldirektor des Schiffes erhielt eine 30-monatige Haftstrafe, zwei Brückenoffiziere und ein Steuermann zwischen 20 und 23 Monate.

Die Urteile kamen nach einer Verständigung zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft zustande. Der Prozess gegen den Kapitän der Costa Concordia, Francesco Schettino, läuft unabhängig davon.

Am 13. Januar 2012 war das Schiff vor der Mittelmeerinsel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert. Insgesamt 32 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Noch während des Unglücks hatte Kapitän Schettino das Schiff verlassen. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.