Der britische Holocaustleugner David Irving darf einem Zeitungsbericht zufolge vorerst doch nicht nach Deutschland einreisen. Das Verwaltungsgericht München hatte im vergangenen Jahr einen Bescheid aufgehoben, der für den britischen Journalisten ein Einreiseverbot bis 2022 vorgesehen hatte.  

Nun wollte Irving am kommenden Dienstag in Berlin auftreten. Doch das Verwaltungsgericht habe ihm die Einreise erneut verweigert, berichtet die taz. Ein Sprecher des Gerichts war kurzfristig nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Der Zeitung zufolge gibt es eine Beschwerde des Berliner Verwaltungsreferats gegen die Aufhebung des Einreiseverbots. Deswegen sei nun eine zweite Instanz nötig. Eine Entscheidung sei jedoch nicht vor Dienstag zu erwarten. Bis dahin gelte das Einreiseverbot vorläufig weiter.

Irving war 1993 in München wegen Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte öffentlich die Ermordung von mehr als eine Million Juden in den Gaskammern von Auschwitz bestritten. Nach der Verurteilung war der Brite unbefristet ausgewiesen worden.