Eineinhalb Wochen nach dem Amoklauf des 34-jährigen Aaron Alexis auf einer Washingtoner Marinebasis hat die US-Bundespolizei FBI ein Video vom Tatort veröffentlicht und Motive des Amokläufers genannt. Der Täter hat nach Angaben der US-Bundespolizei FBI eine Notiz hinterlassen.

Das rund 30 Sekunden lange Video von Aufnahmen mehrerer Überwachungskameras zeige, wie Aaron Alexis mit seinem Auto in die Tiefgarage der Marinebasis fahre und dann mit einer Schrotflinte bewaffnet durch die Gänge laufe. Wenig später habe der Täter begonnen, offenbar wahllos auf seine Opfer zu schießen.  

Laut FBI hatte der Amokläufer eine Notiz hinterlassen, derzufolge er monatelang mit extrem niedrigfrequenten Radiowellen bombardiert worden sei, teilte die stellvertretende Direktorin des Washingtoner FBI-Büros Valerie Parlave mit. Er fühlte sich zu der Tat getrieben. Das erkläre die in sein Schrotgewehr geschnitzte Inschrift "Meine ELF-Waffe!". ELF sei die Abkürzung für "extremely low-frequency". Der Täter, der laut FBI von Paranoia und Wahnvorstellungen heimgesucht worden sei, habe im Navy Yard nicht auf bestimmte Mitarbeiter gezielt und es gebe auch keine Hinweise auf einen Streit unter Kollegen, sagte Parlave.

Aaron Alexis hatte am 16. September im Washingtoner Marinehauptquartier zwölf Menschen erschossen. Später wurde der 34-Jährige von Polizisten erschossen.