Zwei am Samstag in Mali entführte französische Journalisten sind tot. Man habe ihre Leichen gefunden, teilte die französische Regierung mit. Die Journalisten seien erschossen worden. Die beiden erfahrenen Reporter, ein Mann und eine Frau, die für Radio France Internationale (RFI) arbeiteten, waren nach Angaben des Senders am Mittag von Bewaffneten verschleppt worden.

Vier bewaffnete Männer in einem Geländewagen hätten den Journalisten und die Journalistin in der Stadt Kidal im Nordosten des Landes entführt, berichtet RFI. Dort seien sie für eine Reportage bei der Malischen Solidaritätsbank gewesen. Am Mittag hatte es aus Militärkreisen geheißen, die Entführer hätten mit ihren Geiseln die Stadt verlassen, danach sei der Kontakt abgebrochen.

Die französischen Geheimdienste setzten gemeinsam mit den malischen Behörden alles daran, die Umstände der Tat aufzuklären, teilte die französische Regierung mit.

Kidal liegt rund 1.500 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako an der algerischen Grenze und gilt als Hochburg von Tuareg-Rebellen, die 2012 gemeinsam mit der islamistischen Gruppe Ansar Dine weite Teile des Nordens unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Afrikanische Truppen bekämpfen die islamistischen Milizen mit französischer Militärhilfe.