Rund eine Woche nach dem Taifun Haiyan auf den Philippinen ist die Zahl der Opfer gestiegen. Mindestens 4.460 Tote seien nun bestätigt, teilte ein Sprecher der Vereinten Nationen mit und berief sich dabei auf die philippinische Regierung. Rund 12 Millionen Menschen seien von dem Sturm betroffen, rund 920.000 von ihnen mussten ihre Häuser verlassen. Laut der Nachrichtenagentur AP gibt es allerdings widersprüchliche Zahlen.

Bislang war die offizielle Zahl der Opfer mit 2.357 angegeben worden. Es war jedoch damit gerechnet worden, dass sie noch steigt. Zuvor war bereits von bis zu 10.000 Toten die Rede gewesen. Nach Katastrophen sind Opferangaben oftmals widersprüchlich.

Die internationale Hilfe erreicht fast eine Woche nach dem verheerenden Sturm zunehmend auch abgelegene Regionen des Katastrophengebiets. Hubschrauber der US-Marine flogen vom Flughafen Tacloban tonnenweise Care-Pakete zu Tausenden Menschen. Vor der Küste traf der Flugzeugträger USS Washington mit weiteren 80 Maschinen an Bord ein. Im Hafen lief ein US-Marinefrachtschiff mit Trinkwasser ein – die USA sprachen von dem wohl größten humanitären Einsatz ihrer Armee aller Zeiten. Deutschland stockte seine Hilfe für humanitäre Sofortmaßnahmen um drei Millionen Euro auf 4,5 Millionen auf.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sicherte den Philippinen auch Unterstützung beim Wiederaufbau zu. Der Sprecher der deutschen Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany, Mark Rösen, sagte in der stark verwüsteten Stadt Tacloban: "Hier landen jetzt Hubschrauber im Minutentakt, die Hilfspakete rausfliegen."