Auf dem Gelände der Bundespolizei in Göttingen haben Unbekannte einen Sprengsatz deponiert. Der in der Nacht zum ersten Weihnachtstag entdeckte Brandsatz wurde nach Polizeiangaben möglicherweise gezündet, detonierte aber nicht.

Der augenscheinlich funktionstüchtige Sprengsatz war den Angaben zufolge von einem Beamten auf dem Bundespolizei-Gelände gefunden worden. Der Brandsatz war demnach aus mehreren Bauteilen, darunter Gaskartuschen, zusammengesetzt und in einer handelsüblichen Plastiktüte verstaut.

Die Göttinger Polizei schloss ein politisches Motiv für die Tat nicht aus. Die Hintergründe waren aber zunächst unklar, ein Bekennerschreiben lag nicht vor.

Die vorgefundenen Spuren ließen den Schluss zu, dass der Sprengsatz nach dem Ablegen angezündet und damit zur Detonation gebracht werden sollte. Warum der Zünder nicht funktionierte, ist bislang nicht bekannt. Die Polizei machte mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst keine weiteren Angaben.