In Nordrhein-Westfalen ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Ein Mann wurde dabei getötet. Es handelt sich um den Baggerfahrer, der mit seinem Fahrzeug auf den Blindgänger stieß. 13 Menschen wurden bei der Detonation verletzt, zwei davon schwer, wie die Polizei mitteilte. 

Welche Art von Sprengkörper explodierte, war zunächst nicht eindeutig festzustellen. Experten vor Ort vermuteten, dass eine Luftmine explodiert sei. Diese sollten im Krieg in größerer Höhe explodieren, vor allem um Dächer vor dem Abwurf von Brandbomben zu zerstören. Zwischenzeitlich hatte die Düsseldorfer Bezirksregierung offen gelassen, ob es sich um eine Weltkriegsbombe handelt. Der Bauschutt in Euskirchen sollte sicherheitshalber nach weiterem Sprengstoff durchsucht werden.

Der Blindgänger detonierte um 13.30 Uhr in einem Industriegebiet außerhalb von Euskirchen, südlich von Köln. Nach Angaben der Kölnischen Rundschau war die Erschütterung so heftig, dass sie selbst noch mehrere Kilometer entfernt zu spüren war. Der schwere Bagger wurde erheblich beschädigt, Autos in der näheren Umgebung demoliert. Scheiben barsten, Dachziegel wurden weggefegt. Über das genaue Ausmaß der Schäden gibt es noch keine Angaben.

Dass nicht explodierte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden werden, gehört in Nordrhein-Westfalen zum Alltag. In der Regel werden die Blindgänger aber bei systematischen Suchen –meist mithilfe von Luftbildern – rechtzeitig entdeckt.