Der ehemalige Börsenjournalist Markus Frick ist vor dem Landgericht Frankfurt wegen vorsätzlicher Marktmanipulation zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten verurteilt worden. Der 41-Jährige hatte laut Gericht in seinem E-Mail-Newsletter gegen Geld bestimmte Aktien empfohlen und so die Kurse von drei Nebenwerten in die Höhe getrieben.

Damit liegt das Urteil noch über der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von zwei Jahren und drei Monaten gefordert hatte. Im Prozess hatte Frick gestanden, für die Empfehlung eines Shopping-Portals 1,9 Millionen Euro in bar erhalten zu haben.

Das Gericht rechnete Frick sein Geständnis an, das "von Einsicht und Reue" geprägt gewesen sei. Die Frankfurter Staatsanwälte haben aus dem Verfahren zudem neue Anhaltspunkte für weitere Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Mittelsmänner erhalten. Ein Mittäter wurde zu 18 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Frick, der vor allem durch eine nach ihm benannte Fernsehsendung auf N24 bekannt geworden war, saß bereits seit Januar 2013 in Untersuchungshaft. Dennoch verließ er das Gericht auf freiem Fuß, weil der auf Fluchtgefahr begründete Haftbefehl gegen ihn ausgesetzt wurde. Seine Haftstrafe muss er erst antreten, wenn das Urteil rechtskräftig ist. Anwalt Daniel Krause sagte, er und sein Mandat würden prüfen, ob Rechtsmittel eingelegt werden.

2011 war Frick schon vom Landgericht Berlin zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das Gericht könnte die Bewährung nun widerrufen.