Bei dem neuen Schneesturm in den USA sind mindestens 17 Menschen getötet worden. In New York wurde laut Medienberichten eine Schwangere von einem Schneepflug tödlich verletzt. Das Kind habe mit einem Kaiserschnitt gerettet werden können, befinde sich aber in kritischem Zustand.

"Ein großer Wintersturm zieht weiter in Richtung Nordosten", sagte der nationale Wetterdienst voraus. In Washington und Umgebung soll es abermals zehn und mehr Zentimeter Neuschnee geben. Dann folge Sonnenschein und ein Anstieg der Temperaturen. Doch Entwarnung könne nicht gegeben werden: Bereits am Wochenende solle es erneut schneien.

Alles in allem seien 100 Millionen Amerikaner von dem Unwetter betroffen, meldete der TV-Sender CNN. Hunderttausende Menschen waren landesweit weiter ohne Strom.  Schon einige Zentimeter des nassen, schweren Schnees genügten, um Äste oder Bäume auf Strommasten stürzen zu lassen und so ganze Straßenzüge von der Stromversorgung abzuschneiden. Viele Menschen hamsterten Vorräte und kauften Generatoren, um sich für den Notfall zu wappnen.

Regierungsbeamte bleiben daheim

Die Unwetterfront hatte mit heftigem Schnee- und Eisregen zum Wochenbeginn in Südstaaten wie Georgia, South Carolina und Alabama begonnen. Auf vielen Straßen ging nichts mehr, Tausende Flüge mussten gestrichen werden.

In Washington blieben am Donnerstag die Schulen geschlossen, Regierungsbeamte durften zu Hause bleiben. In der Hauptstadt starb der Fahrer eines Schneepfluges nach einer Kollision mit einem Lastwagen. Zwei Menschen starben an einem Herzinfarkt – offenbar sei das Schneeschaufeln zu anstrengend gewesen, berichtete der Lokalsender Channel 9.

Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, geriet unter Druck, weil er im Gegensatz zu Washington die Schulen geöffnet ließ. Doch der Bürgermeister verteidigte sich: "Im Gegensatz zu anderen Städten machen wir bei Widrigkeiten nicht gleich zu", meinte er. "Wir schließen die Schulen erst, wenn es gar nicht mehr geht."

Der Gouverneur des Bundesstaates Pennsylvania, Tom Corbett, erteilte den Bewohnern erneut den Rat: "Bleibt zu Hause."