Generalbundesanwalt Harald Range hat Anklage gegen vier Männer aus Nordrhein-Westfalen erhoben. Dabei geht es zum einen um den gescheiterten Bombenanschlag auf dem Bonner Hauptbahnhof vom Dezember 2012, zum anderen um einen versuchten Anschlag auf den Vorsitzenden der islamfeindlichen Gruppe pro NRW.

Die vier Männer sollen eine radikal-islamistische Gruppierung mit dem Ziel gegründet haben, Schusswaffen- und Sprengstoffattentate auf führende Mitglieder von pro NRW zu verüben. Die Anklage wurde vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf erhoben.

Einem 26-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, für den versuchten Anschlag am 10. Dezember 2012 in Bonn verantwortlich zu sein. Außerdem soll er gemeinsam mit den drei anderen Männern im Alter von 24, 25 und 43 Jahren eine radikal-islamistische Gruppe gegründet haben. Für den 13. März 2013 haben sie demnach einen Mordanschlag auf den Vorsitzenden von pro NRW geplant. Sie hatten sich zwei Pistolen und Schalldämpfer besorgt, wurden aber kurz vor der Tat festgenommen.

"Wir haben es hier mit einer inländischen terroristischen Vereinigung zu tun. Die Männer haben sich unter dem Einfluss militant-islamischer Propaganda radikalisiert", sagte Generalbundesanwalt Range. Für ihre Anschlagsplanung hätten sie keinen direkten Auftrag ausländischer Terrorgruppen erhalten.