Das in Südostasien verschwundene Flugzeug könnte nach einem Bericht des Wall Street Journal nach dem letzten bekannten Funkkontakt noch vier Stunden geflogen sein. Die Zeitung beruft sich auf zwei Luftfahrt- und Geheimdienstexperten, nach deren Angaben die Triebwerke der Boeing 777-200 entgegen allen bisherigen Angaben doch automatisch Daten funkten.

Die Malaysia-Airlines-Maschine mit 239 Menschen an Bord verschwand am frühen Samstag eine Stunde nach dem Start zwischen Malaysia und Vietnam vom Radar. Sie ist seitdem spurlos verschwunden. 

Das Wissenschaftsmagazin New Scientist berichtete, der Triebwerkshersteller Rolls-Royce habe in seinem Überwachungszentrum im britischen Derby "mindestens zwei Bündel technischer Daten" von den Triebwerken der Unglücksmaschine erhalten – eine beim Start des Flugzeugs, die andere im Steigflug Richtung Peking.

Völlig unklar an diesem Szenario wäre, wieso die Piloten sich nicht meldeten, und weshalb die Maschine nicht auf Radarbildern zu sehen war. Nach Angaben der Zeitung kann der Pilot alle nötigen Sender manuell ausschalten. Diskutiert wird unter anderem ein möglicher terroristischer Hintergrund. CIA-Chef John Brennan hatte am 11. März gesagt, dass er einen solchen nicht ausschließen könne. Allerdings hat sich bis heute niemand zu einem möglichen Anschlag bekannt.

Der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein widersprach der Annahme, die Maschine sei womöglich noch mehrere Stunden weitergeflogen: "Diese Informationen sind ungenau."

Objekte im Meer keine Wrackteile

Jüngste Spuren waren chinesische Satellitenbilder von Sonntag, die aber erst am Mittwoch veröffentlicht wurden. Darauf waren südlich von Vietnam große Objekte im Meer entdeckt worden, die angeblich Wrackteile der Maschine sein könnten. Dem hat die chinesische Luftverkehrsbehörde (CAAC) inzwischen widersprochen. "Wir haben bestätigt, dass sie mit dem Flugzeug nichts zu tun haben", sagte eine CAAC-Sprecherin. Wie die Experten zu dem Schluss gekommen sind, sagte die Sprecherin nicht.