Die im Meer schwimmenden Trümmerteile, die ein chinesischer Satellit auf der Suche nach der seit Samstag vermissten Passagiermaschine der Malaysia Airlines aufgenommen hatte, gehören nicht zur verschollenen Boeing 777. Das erklärte der Leiter der Luftfahrtbehörde in Peking, Li Jiaxiang, am Donnerstag nach der Untersuchung der Objekte. "Nach genauerer Untersuchung können wir nicht bestätigen, dass sie zu dem vermissten Flugzeug gehören," sagte Li Jiaxiang.

Zuvor waren Satellitenaufnahmen veröffentlicht worden, die schwimmende Objekte unterschiedlicher Größe zeigten. Den Angaben zufolge handelte es sich um Satellitenbilder aus dem Seegebiet vor der Südspitze Vietnams, die bereits am Morgen des 9. März aufgenommen worden waren. Das war einen Tag nach dem Verschwinden des Flugzeugs. Die Fundstelle lag etwa dort, wo die Maschine auf ihrem Kurs von Kuala Lumpur nach Peking ursprünglich zuletzt vermutet worden war.

Die Suche nach dem vor fünf Tagen verschollenen Flugzeug wird fortgesetzt. China beteiligt sich mit acht Schiffen an der Suche. Ein weiteres Schiff ist unterwegs. Zehn chinesische Satelliten seien im Einsatz, sagte Chinas Regierungschef Li Keqiang am Donnerstag. "Solange es nur einen Funken Hoffnung gibt, werden wir die Suche nach dem Flugzeug nicht aufgeben," sagte Li Keqiang. Jeder Spur werde nachgegangen.

Die verschollene Boeing 777 hatte 239 Menschen an Bord. Sie war auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Seither fehlte von ihr jede Spur – obwohl intensiv nach ihr gesucht wurde. Bisherige Berichte über angebliche Trümmerfunde konnten nicht bestätigt werden. Die Suche nach der Maschine wurde inzwischen auf das Andamanische Meer ausgeweitet.

Zuletzt hatte das malaysische Militär berichtet, dass 45 Minuten nach dem Verschwinden der Maschine Hunderte Kilometer weiter westlich ein Flugzeug auf dem Radar gesehen worden sei. Ob es sich dabei um die vermisste Boeing handelte, sei jedoch unklar, sagte der Chef der Luftwaffe, Rodzali Daud, am Mittwoch vor der Presse in Kuala Lumpur.