Neue Hoffnungen auf ein schnelles Auffinden des vermissten Flugzeuges haben sich wieder zerschlagen: Die im Indischen Ozean am Donnerstag aufgefangenen Funksignale stammten nach einer ersten Analyse doch nicht von der Blackbox der Boeing. Das teilte der Koordinator der Suchaktion, Angus Houston, am Freitag in Perth mit. Australiens Regierungschef Tony Abbott hatte sich kurz zuvor am Rande eines Besuchs in China vor Reportern noch zuversichtlich geäußert, dass die Signale von der Maschine stammten.

Die Suche gehe weiter, sagte Houston. Sowohl das Schiff Ocean Shield als auch Flugzeuge versuchten noch immer, akustische Signale aufzufangen. Die Zeit dränge. Nichts dürfe unversucht bleiben, solange die Batterien der Blackbox noch funktionierten. Die Funksender sind darauf ausgelegt, etwa 30 Tage lang Signale zu senden. Diese Frist wäre bereits am 7. April abgelaufen. Allerdings funktionieren die Funksender meist länger, hatte Houston zu Beginn der Suchaktion gesagt, möglicherweise sechs Wochen.

Über den Einsatz des ferngesteuerten U-Boots zum Auffinden des Wracks würden Experten an Bord der Ocean Shield entscheiden, teilte Houston mit. Das könne noch Tage dauern. "Ausgehend von den Informationen, die mir vorliegen, gibt es keinerlei Durchbruch bei der Suche nach MH370", teilte Houston mit.