Bei der Suche nach dem seit vier Wochen verschollenen malaysischen Passagierflugzeug hat nach einem chinesischen nun offenbar auch ein australisches Schiff Hinweise auf den Flugschreiber der Maschine gefunden. Die mit hochsensiblen Sensoren ausgestattete Ocean Shield habe ein entsprechendes akustisches Signal empfangen, erklärten die australischen Suchtrupps. Mehrere Schiffe und Flugzeuge befänden sich auf dem Weg in das Gebiet, in dem China zuvor mögliche Signale registriert hatte.

Der australische Suchkoordinator Angus Houston sagte, die Signale seien eine wichtige und ermutigende Spur auf der Suche nach der Malaysia-Airlines-Maschine. Einen direkten Zusammenhang zu Flug MH370 könne man aber noch nicht bestätigen.

Der US-Luftfahrtexperte John Goglia sprach von einer aufregenden Nachricht, warnte aber gleichzeitig vor zu viel Optimismus. Es gebe sehr viele Geräusche im Ozean. Auch Australiens Premierminister Tony Abbott sagte, man dürfe keine vorschnellen Schlüsse ziehen. "Wir haben Hoffnung, aber noch keine Sicherheit", sagte er dem Sender ABC. Dies sei die schwierigste Suche in der Geschichte der Menschheit.

Luftwaffe sichtet mehrere weiße Objekte

Nach Angaben der chinesischen Agentur Xinhua sichtete ein Flugzeug der chinesischen Luftwaffe in demselben Gebiet mehrere weiße Objekte, die an der Wasseroberfläche trieben. Auch für die Annahme, dass diese Trümmer der verschollenen Maschine sein könnten, gebe es keine Bestätigung, sagte Suchkoordinator Houston. Seine Behörde habe China um weitere Informationen gebeten, die "vielleicht relevant sein könnten".

Bereits am Samstag hatte ein chinesisches Schiff ein erstes Signal auf der Frequenz von 37,5 Kilohertz in 25 Grad südlicher Breite und 101 Grad östlicher Länge empfangen, die dem internationalen Standard für die Unterwasser-Lokalisierung von Flugschreibern entspricht. Houston zufolge passten die Eigenschaften des Signals zu der Blackbox der vermissten Boeing. Auch hier sei jedoch noch nicht klar, ob die Signale mit der Boeing in Zusammenhang stehen.

Der Grund für das Unglück ist weiterhin völlig unklar. Aufschluss darüber kann allenfalls der Flugschreiber geben. Sollten die nun empfangenen Signale tatsächlich von der Blackbox stammen, müssen sich die Rettungskräfte bei der genauen Lokalisierung beeilen: Am Montag ist das Verschwinden von Flug MH-370 bereits 30 Tage her – das ist die Zeit, in der die Blackbox in der Regel Signale sendet.