Im Fall der verschwundenen Boeing sorgen die Behörden für neue Irritationen. So korrigierte die malaysische Luftbehörde ihre Angaben zum letzten Funkspruch aus dem Cockpit von Flug MH370 der Malaysia-Airlines-Maschine. Demnach hat die Crew zuletzt den für die Situation normalen Funkspruch "Good night Malaysian 370" durchgegeben – und sich nicht mit den ungewöhnlichen Worten "Alright, good night" abgemeldet. Umfangreiche "forensische Untersuchungen" sollen nun klären, ob der letzte Funkspruch vom Kapitän oder von seinem Co-Piloten abgegeben wurde.

Seit dem 8. März fehlt von dem Langstreckenflugzeug und den 239 Passagieren an Bord jede Spur. Inzwischen gilt als sicher, dass die Maschine im südlichen Indischen Ozean abgestürzt ist. Allerdings sind die Ursachen noch völlig unklar. Derzeit sind Schiffe und Flugzeuge aus einer Reihe von Ländern mit der Suche nach Wrackteilen beschäftigt – auch dies bisher erfolglos. Schlechte Sicht erschwert die Arbeit der Suchmannschaften.

Zudem wird die Zeit, das Wrack der verschollenen Boeing anhand des Flugschreibers zu orten, knapp. Dessen Batterie wird nach Meinung von Experten etwa bis kommenden Montag halten. "Wir haben noch etwa eine Woche", sagte der australische Verteidigungsminister David Johnston. "Aber wie lange die Batterie halten wird, kommt auf die Wassertemperatur und die Wassertiefe an."


Am Montag machte sich schließlich das Rettungsschiff Ocean Shield der australischen Marine auf den Weg ins Suchgebiet vor der Westküste Australiens, das es in einigen Tagen erreichen soll. An Bord ist unter anderem ein Spezialgerät, das eine Black Box bis in 6.000 Meter Tiefe orten kann. Die sogenannte Black Box sendet 30 Tage lang Signale aus, mit deren Hilfe das Flugzeugwrack noch zu orten wäre.