Erstmals kommt bei der Suche nach dem vermissten malaysischen Passagierflugzeug ein U-Boot zum Einsatz. Das teilte der Einsatzleiter der internationalen Suchaktion, Angus Houston, mit. Das unbemannte Fahrzeug ist mit akustischen Detektoren ausgerüstet. Davon erhoffen sich die Einsatzkräfte neue Erkenntnisse über die Signale, die vor sechs Tagen empfangen worden waren. Das Detektorensystem des U-Bootes soll nach der Quelle der Signale suchen. Möglicherweise stammen sie von der Blackbox des Flugzeugs.

Die Bluefin-21 soll so schnell wie möglich eingesetzt werden, sagte Houston. Sie kann außerdem mit einem Sonar mögliche Trümmer der Maschine am Meeresgrund lokalisieren.

Die Maschine der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH370 war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie im Indischen Ozean abgestürzt ist. 

Seit Dienstag hat das australische Schiff Ocean Shield, das ein spezielles Gerät zur Wahrnehmung von Flugschreibersignalen schleppt, keine elektronischen Geräusche vernommen, die von der MH370 stammen könnten. "Wir haben jetzt seit sechs Tagen keine einzige Ortung gehabt. Ich denke, jetzt ist es an der Zeit, unter Wasser zu gehen", sagte Houston.

Vier der empfangenen Signale ermöglichten es, einen handhabbaren Suchbereich auf dem Meeresboden zu definieren, sagte er weiter. Das Umschwenken auf die Unterwassersuche sei aber noch keine Garantie, dass man nun auch tatsächlich das Flugzeug finden werde. In jedem Fall werde die Suche ein langer und quälender Prozess sein, warnte Houston. Bis die ganze Zone abgeklärt ist, werde es bis zu zwei Monate dauern.