Nach dem Fund einer funktionsfähigen Nagelbombe bei einem 33-jährigen Mann in Gerolstein in der Eifel prüft die Polizei mögliche Anschlagspläne mit rechtsextremem Hintergrund. "Wir ermitteln ganz klar in diese Richtung", sagte ein Polizeisprecher dem Trierischen Volksfreund.

Die Bombe war am 3. Juni in der Wohnung des Mannes sichergestellt worden, kurz bevor sich der Kölner Nagelbombenanschlag am 9. Juni zum zehnten Mal jährte. Diesen Anschlag, bei dem 22 Menschen verletzt worden waren, soll der rechtsextreme NSU verübt haben.

Den Ermittlern zufolge ist offen, was der Mann vorhatte und ob er Verbindung zu rechtsextremen Organisationen hat. Der Verdächtige ist der Polizei zufolge aber bereits durch Gewaltdelikte, fremdenfeindliche Straftaten und Hakenkreuz-Schmierereien aufgefallen.

"Fest steht, man baut so ein Ding, um Menschen zu verletzen", sagte der Polizeisprecher der Zeitung. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Er will die etwa zehn Zentimeter lange, mit Nägeln gespickte Bombe von einem Bekannten erhalten haben.