Nach dem Absturz eines Flugzeugs bei einem Bundeswehr-Manöver im Sauerland ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen die Piloten zweier Kampfjets. Das bestätigte eine Sprecherin der Polizei in Meschede. Am Montag war es über dem Dorf Elpe bei Olsberg zu einer Kollision eines Eurofighters mit der an der Übung beteiligten zivilen Maschine gekommen. An der Absturzstelle direkt am Ortsrand wurden Leichenteile gefunden. Die beiden Eurofighter, von denen einer beschädigt wurde, kehrten zu einem Luftwaffen-Stützpunkt zurück.  

Die Suche nach weiteren Trümmerteilen und einem eventuell Überlebenden soll am Dienstagvormittag fortgesetzt werden. Wahrscheinlich starben aber die beiden Männer, die sich in dem verunglückten Flugzeug befanden. Ein Sprecher der Polizei sagte, die Arbeiten seien in der Nacht etwa um 2.30 Uhr unterbrochen worden.

Wie die Polizei weiter mitteilte, kollidierte die Maschine, die im Auftrag der Bundeswehr ein Flugziel simulierte, in etwa 2.500 Metern Höhe mit einem Eurofighter der Luftwaffe. Bei dem Zusammenstoß wurde ein Triebwerk des verunglückten Flugzeuges abgerissen. Dieses prallte anschließend auf eine Straße. Das Flugzeug selbst stürzte in etwa 90 Metern Entfernung zu einem Wohnhaus bei Olsberg-Elpe in Nordrhein-Westfalen in ein Waldstück. Nach Polizeiangaben waren die Insassen der Maschine 50 sowie 43 Jahre alt und stammten aus Schleswig-Holstein.