Nach dem Aus der brasilianischen Mannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft hat es in São Paulo vereinzelt Ausschreitungen gegeben. Nach Angaben der brasilianischen Polizei wurden mehrere Busse angezündet sowie ein Geschäft mit Elektroartikeln gestürmt und geplündert. Zum Ausmaß der Krawalle machte die Polizei keine Angaben. Einem Bericht der Zeitung Folha de São Paulo zufolge wurden im Süden der Stadt 20 Busse in Brand gesteckt.

Auch in Belo Horizonte gab es laut Agenturberichten einzelne Zwischenfälle. Einige enttäuschte brasilianische Fans gerieten in Streit, es gab einige Überfälle und Diebstähle sowie Festnahmen, wie lokale Medien berichteten. Es gab keine Hinweise, dass deutsche Fans in die Streitereien verwickelt waren.

Zehntausende Seleção-Anhänger hatten die Fifa-Fanfeste in Rio und Belo Horizonte zuvor traurig und enttäuscht, aber friedlich verlassen. 

Die Polizei machte zunächst keine offiziellen Angaben darüber, ob die Ereignisse im Zusammenhang mit der Niederlage der Brasilianer im Halbfinale gegen Deutschland standen. Das sei Gegenstand von Ermittlungen, hieß es. Die deutsche Nationalelf hatte das Spiel am Dienstag mit 7:1 gewonnen.