Wegen der Ebola-Epidemie hat das Auswärtige Amt alle deutschen Staatsbürger zur Ausreise aus den betroffenen Ländern Westafrikas aufgefordert. Das sagte ein Sprecher in Berlin. Das betrifft Deutsche in Guinea, Sierra Leone und Liberia. Die Aufforderung gelte aber ausdrücklich nicht für dringend benötigtes medizinisches und humanitäres Personal, heißt es in einer Reisewarnung des Ministeriums. Auch die deutschen diplomatischen Vertretungen blieben geöffnet.

Diesen Schritt beschloss der Krisenstab der Bundesregierung wegen der weiterhin kritischen Lage. Es sei nicht auszuschließen, dass Ausreisemöglichkeiten aus den drei Ländern weiter beschränkt werden, hieß es.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte die Ebola-Epidemie in Westafrika am Freitag zum internationalen Gesundheitsnotfall erklärt. Nach ihren Angaben starben bereits mehr als Tausend Menschen an dem durch Körperflüssigkeiten übertragenen Erreger, mehr als 1.800 Menschen infizierten sich. Die Seuche breitet sich ausgehend von Guinea seit Dezember 2013 in Westafrika aus.

Die WHO sieht inzwischen auch ein erhöhtes Risiko für das Übergreifen der Epidemie auf Kenia. Der Flughafen der Hauptstadt Nairobi gilt als wichtiges Drehkreuz im afrikanischen Luftverkehr. Wöchentlich landen etwa 70 Flüge aus Westafrika in Kenia, darunter auch aus den von Ebola betroffenen Ländern.